60.000 Menschen nahmen Atomausstieg in Baden-Württemberg selbst in die Hand

Zwei Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg wurde ein weiteres spektakuläres Signal gegen den unverantwortlichen Atom-Deal der Bundesregierung gesendet: Rund 60.000 Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet bildeten am 12. März 2011 eine 45 Kilometer lange Aktions- und Menschenkette zwischen Stuttgart und dem AKW Neckarwestheim.

Die heutige Menschenkette war ein starkes Zeichen für einen sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. Die Menschen in Baden-Württemberg haben heute deutlich gemacht, dass sie die Energiepolitik der jetzigen Landesregierung abschalten wollen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Mappus und seine Landesregierung gehören schließlich zu den größten Verfechtern der Atomenergie. Die kommende Landtagswahl im ‘Ländle’ ist damit auch eine Abstimmung über die schwarz-gelbe Atompolitik.

Nun wird es für die Anti-Atom-Bewegung darum gehen, für die Abschaltung jedes einzelnen Reaktors zu kämpfen. Wir werden nach der Landtagswahl in Stuttgart die neue Landesregierung massiv unter Druck setzen, damit EnBW alle seine Atomreaktoren abschalten muss. Die Atomkonzerne müssen wissen: Wir werden nicht ruhen und sie zu einer anderen Energiepolitik zwingen.

Die Alternativen zur Risikotechnologie Atomkraft sind längst da, sie müssen nur durchgesetzt werden. Die Zukunft ist erneuerbar – im Dreiklang von erneuerbaren Energien, Energie sparen und Energieeffizienz. Jetzt nehmen wir den Ausstieg selbst in die Hand!

Die NaturFreunde sind Mitglied im Trägerkreis der Menschenkette und hatten vor Ort auch die Organisation der folgenden drei Streckenabschnitte übernommen

  1. S-Bahnhof Stuttgart-Feuerbach bis Pragsattel
  2. Bahnhof Kornwestheim über Bahnhof Ludwigsburg bis Schloss Ludwigsburg
  3. Besigheim bis Bietigheim, sowie rund um das dortige Naturfreundehaus Hirschberg

www.abschalten.naturfreunde.de

2 Gedanken zu “60.000 Menschen nahmen Atomausstieg in Baden-Württemberg selbst in die Hand

  1. Es geht den Konzernen immer nur ums Geld. Sie kümmern sich nicht um die Umwelt, Hauptsache sie bekommen ihr Geld. Jetzt reden die Firmen davon, dass nicht genug Strom produziert würde ohne die Atomkraftwerke, aber das ist wieder nur eine Ausrede um den Atomausstieg zu verhindern. Auch die Bundesregierung möchte den Kraftwerksbossen entgegenkommen, indem sie den Kraftwerkbetreibern die Erlaubnis erteilen, die Stromkontingente der 7 Atommeiler, die sofort ausgeschaltet werden sollen, auf aktuellere Atommeiler zu überschreiben. Ich finde die großen Firmen und die Politiker sollten nicht nur auf ihren Profit achten, sondern mehr auf die Umwelt. Ich werde weiterhin an Atomkraftdemonstrationen teilnehmen.

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