Vattenfall-Klage gegen den Atomausstieg ist ein Skandal

Die NaturFreunde fordern zum Stromanbieterwechsel auf: jetzt erst recht „Tschüss Vattenfall!“ Denn die Ankündigung des Atomkonzerns Vattenfall, noch vor Weihnachten eine Klage gegen die Bundesregierung vor dem Washingtoner Schiedsgericht für Investitionsstreitigkeiten (ICSID) einzureichen, ist ein Skandal. Der Atomkonzern akzeptiert demokratische Entscheidungen nicht und versucht stattdessen weiter, maximale Profite aus seiner menschenverachtenden Technologie zu generieren.

Für Vattenfall ist es scheinbar irrelevant, dass mehr als 80 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung die Atomkraft ablehnen und den Ausstieg aus der Atomenergie fordern. Deshalb verdient diese Ankündigung, die sicher auch als Drohung verstanden werden kann, nur eine Antwort:Stromkunden des Atomkonzerns sollten jetzt den Anbieter wechseln. Eine entsprechende Aufforderung des Bündnisses „Tschüss Vattenfall“ wird auch von den NaturFreunden Deutschlands unterstützt.

Wenn profitgierige und verantwortungslose Konzerne wie Vattenfall zu einer Verhaltensänderung gebracht werden sollen, geht dies wahrscheinlich nur über entgangene Gewinne. Erkennt das Management von Vattenfall, dass diese demokratiefeindliche Strategie Verluste einfährt, denkt es vielleicht um.

Vattenfall ist an den beiden Schrottreaktoren Brunsbüttel und Krümmel beteiligt. Am AKW Brunsbüttel besitzt Vattenfall 66,7 Prozent der Anteile und am AKW Krümmel 50 Prozent.

Die NaturFreunde Deutschlands arbeiten aktiv mit im Bündnis „Atomausstieg selber machen“, die NaturFreunde Berlin zudem im Bündnis „Tschüss Vattenfall Berlin“. Beide Bündnisse werben für einen Wechsel zu einem Ökostromanbieter.

www.presse.naturfreunde.de

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