Keine weiteren 650 Millionen Euro für die Fusionsforschung

Das Europäische Parlament hat einer Erhöhung der EU-Forschungsgelder für den Kernfusionsreaktor ITER um weitere 650 Millionen Euro zugestimmt. Damit hat das Europäische Parlament der Energiewende einen Bärendienst erwiesen. Das Projekt ITER ist überflüssig, gefährlich und wird zur notwendigen Energiewende keinerlei Beitrag leisten können. Die NaturFreunde Deutschlands fordern ein Ende der EU-Förderung für den Kernfusionsreaktor ITER und eine Umleitung der Mittel in die Forschung für erneuerbare Energien.

Zwischenzeitlich gehen die Forschenden selbst davon aus, dass die ITER-Technologie frühestens im Jahr 2050 einen Beitrag zur Energieerzeugung leisten kann. Die NaturFreunde erwarten jedoch, dass dann die Atomtechnologie überhaupt keine Rolle mehr spielen wird, da bis dahin die Energiewende in den Ländern der Europäischen Union abgeschlossen sein kann.

Es ist anachronistisch, auf eine Risikotechnologie zu setzen, in der hochgiftige Abfälle wie radioaktives Tritium durch den Fusionsprozess entstehen, wenn gleichzeitig mit den erneuerbaren Energien eine sichere Energiequelle bereits zur Verfügung steht.

Für die Forschung und den Bau des ITER-Reaktors waren ursprünglich fünf Milliarden Euro an Kosten vorgesehen. Zwischenzeitlich haben sich die Kosten für die ITER-Forschung nach offiziellen Angaben der EU-Kommission bereits auf mehr als 16 Milliarden Euro gesteigert.

Die NaturFreunde Deutschlands fordern die Mitglieder im Europäischen Parlament auf, die Energiewende endlich ernst zu nehmen und die Förderung der ITER-Technologie unverzüglich zu beenden.Ein wichtiger Beitrag hierzu wäre die Auflösung der Atom-Fördergemeinschaft EURATOM, aus der ein großer Teil der Mittel für die ITER-Forschung stammen.

Die NaturFreunde Deutschlands erwarten daher von der Bundesregierung, dass sie eine Initiative zur Auflösung von EURATOM startet. Sollte dies nicht gelingen, fordern die NaturFreunde Deutschlands die Mitglieder des Deutschen Bundestags auf, den Ausstieg Deutschlands aus dem EURATOM-Vertrag zu beschließen.

www.euratom-nein-danke.de

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