Die Bayer AG unterstützt in den USA über sogenannte Politische Aktionskomitees restaurative politische Kräfte sowie Leugner des Klimawandels. Aktuell schlägt sich Bayer mit 261.000 Dollar auf die Seite der Republikaner, die beispielsweise mit der europäischen Idee der Sozialen Marktwirtschaft nichts am Hut haben. Traditionell gehört der Bayer-Konzern zu den größten ausländischen Spendern erzkonservativer US-Präsidentschaftskandidaten, gefolgt von Telekom und BASF. Auch unter Präsident George Bush gingen knapp 80 Prozent der finanziellen Unterstützung von Bayer an die Republikanische Partei. Und während des Wahlkampfs von Barack Obama flossen 65 Prozent der Bayer-Mittel an dessen Konkurrenten.
Konservative Klimaleugner werden gezielt unterstützt
Bei der US-Zwischenwahl vor zwei Jahren hatte Bayer sogar gezielt konservative Kandidaten unterstützt, die den Klimawandel leugnen. Der Konzern fördert auch das zweifelhafte Heartland-Institute, das den Klimawandel abstreitet und eine wichtige Rolle beim Aufstieg der Tea Party spielte. Zwar ist es in den USA Konzernen verboten, direkt für eine Partei oder einen Kandidaten zu spenden. Das geschieht über Politische Aktionskomitees und jeder weiß, um was es geht.
Diese Spenden sind Ausdruck einer fragwürdigen politischen Einstellung
Dass sich die amerikanische Demokratie immer mehr zu einer Reichtumsdemokratie entwickelt, in der nur kapitalkräftige Akteure eine Chance auf höchste Ämter haben, ist schon eine dramatische Entwicklung. Dass aber viele deutsche Unternehmen, an der Spitze Bayer Leverkusen, sich so offen auf die Seite der konservativen, oftmals europafeindlichen Republikaner stellen, ist entweder politischer Naivität geschuldet oder, was leider zu vermuten ist, Ausdruck einer fragwürdigen politischen Einstellung.
NaturFreunde fordern Offenlegungspflicht für Auslandsspenden deutscher Konzerne
Die NaturFreunde Deutschlands fordern, dass deutsche Konzerne ihre Spenden in den USA, aber auch in anderen Ländern, offenlegen müssen. Die Öffentlichkeit hat einen Anspruch darauf zu wissen, wessen Geistes Kind diese Damen und Herren sind, die im Ausland unserer Wirtschaft repräsentieren.